Kritik zum Buch – der Versuch einer Antwort


Bei all den positiven Rückmeldungen zu meinem Buch ist es eh schon an der Zeit gewesen, dass einmal Kritik kommt. Sie ist mir auf einem großen Online Marktplatz über den Weg gelaufen:

Ich finde das Buch durchaus ansprechend gestaltet und es enthält einige interessante Rezepte, als Kur im Berufsalltag ist es für mich nicht geeignet. Das liegt allein schon daran, dass ich als vermeintlicher „Panda“ am besten das Frühstück auslassen soll, dann aber bspw. mittags meine Mungbohnen zubereiten soll, die allerdings wieder allein 50 Minuten köcheln müssen – ayurvedische Gerichte sollen ja immer frisch zubereitet werden. Abgesehen davon habe ich arge Bauchschmerzen von den Mungbohnen bekommen, die als „besonders leicht verdaulich“ bezeichnet wurden. Ich bin eigentlich unempfindlich und ernähere mich mit vielen Hülsenfrüchten, also war ich doch verwundert (und nein, ich glaube nicht, dass Magenschmerzen ein Zeichen der Reinigung sind…)

Vor der Kur habe ich für um die 60 Euro Gewürze gekauft und gemischt, wer abnehmen und sich „gereinigt“ fühlen möchte, kann das auch viel günstiger und ohne diesen Aufwand haben… Einige Zutaten, die die Autorin bestimmten „Typen“ zuordnet, stimmen nicht mit denen überein, die ich im Internet selbst recherchiert habe – wer sich interessiert, sollte da nochmal selbst recherchieren, ob „seine“ Nahrungsmittel auch wirklich „passen“.

Ein dickes Minus auch dafür, dass keine Alternative zu Ghee aus Butter vorgeschlagen wurde, was Veganer von der Kur ausschließt. Ich bin zwar kein Veganer, mache aber vor Ostern vegane Fastenzeit und habe darum Kokosöl als Ersatz für Ghee genommen.

Alles in allem eine meiner Meinung nach überteuerte Kuranweisung mit einigen guten Rezepten.

Ich bin dankbar für jedes Feedback zu meinem Buch. Dass der Hinweis auf Ersatz von Ghee für VeganerInnen durch Kokos- oder Sesamöl fehlt, wird in der nächsten Auflage berücksichtigt. Das habe ich übersehen…

Hinweise zu den anderen Punkten, sollte noch jemand anders Unklarheiten haben:

1. Die Suppe soll am selben Tag gegessen werden, wo sie gekocht wurde. In der Früh vorkochen ist also kein Problem. Wenn gut gekühlt wurde können Reste auch noch am nächsten Tag zubereitet werden.

2. Die Bauchschmerzen auf Mungobohnensuppe sind außerordentlich ungewöhnlich. Ich vermute, dass es eher an der doch sehr scharfen Gewürzmischung liegt und die Rezensentin ein Mischtyp mit doch erklecklicher Punkteanzahl bei „Löwe“ ist. Daher würde ich die Menge reduzieren, bzw. mildere Gewürze wie Kurkuma, Kreuzkümmel, Korriander hinzugeben.

3. Zutaten und Zuordnung zu Typen: wenn man 10 Ayurveda-Bücher hernimmt, wird man immer wieder verschiedene Zuordnungen finden. Ich appelliere an Ihr eigenes Geschmacksempfinden: ein Apfel kann je nach Sorte und Reifegrad süß, sauer, zusammenziehend oder bitter schmecken und je nachdem unterschiedliche Wirkung auf die Energietypen haben. Kurkuma ist so ein Fall – von manchen wird es als erhitzend und scharf beschrieben, für mich ist es zusammenziehend und kühlend (entzündungshemmend).

4. Kosten: es hängt davon ab, welche Mengen an Gewürzen man einkauft. In vielen Städten gibt es bereits Gewürzhändler die auch individuell mischen. In meinem Online-Shop gibt es die fertigen Gewürzmischungen für jeden Typ in ausreichender Menge für ca. 2 Kuren um 5,20 Euro


 

Immer wieder schreiben mir Menschen die das Buch glesen haben über Facebook oder das Kontaktformular dieser Seite ihre Fragen, die beantworte ich jederzeit gerne. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann einen Kurs bei mir besuchen. Nächste Gelegenheit dazu gibt es am 21. Mai in Brunn am Gebirge bei Wien.

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