Feueratem – Kapalabhati 1


FeuerKlirrende Kälte herrscht draußen und rundherum husten und schnupfen alle. Um gut durch diese Zeit zu kommen, braucht es nicht nur typgerechtes, ayurvedisches Essen und warme Getränke wie Ingwerwasser, auch eine wärmende und reinigende Atemübung hilft wunderbar die Abwehrkräfte zu stärken.

Im Sanskrit heißt der Feueratem Kapalabhati. Er ist in vielen Yoga-Richtungen eine beliebte Übung die bei regelmäßiger Anwendung zur Erleuchtung führen soll. Sie ist eine wunderbare Ergänzung zur Detox-Kur und kann das ganze Jahr über angewendet werden.

Wozu Feueratem?

Feueratem ist eine Reinigungsatmung. In Zellen entsteht Kohlensäure, die zur Übersäuerung des Körpers beiträgt. Im sauren Milieu fühlen sich freie Radikale wohler und richten Schaden an. Kapalabhati versorgt den Körper mit viel Sauerstoff und unterstützt die Ausscheidung von Kohlensäure.

Was bewirkt Kapalabhati?

Übersetzt heißt Kpalabhati „Schädelleuchten“. Ein sehr zutreffender Name. Ich finde es macht so herrlich frisch und frei im Kopf. Manchmal fühlt man sich sogar etwas schwindelig danach. Das macht nichts und vergeht schnell wieder.

Gerade jetzt zur Erkältungszeit berichten Yogaübende, dass durch die Atemübung Stirn- und Nebenhöhlen Beschwerden gelindert werden oder sogar verschwinden.

So geht’s

  • Setz dich bequem im Schneider- oder Fersensitz auf eine Matte oder einen Teppich. Achte auf eine aufrechte Wirbelsäule.
  • Lege eine Hand auf den Bauch und atme ruckartig durch die Nase aus. Als würdest du einen „Bauernschneutzer“ machen. Wie man in Österreich sagt. Ganz unflätig, wie es die Fußballer machen. Falls du das Gefühl hast, deine Nase ist verstopft, schneutz dich vorher wirklich in ein Taschentuch.
  • Wiederhole das ruckartige Ausatmen und du wirst bemerken, dass das Einatmen dazwischen ganz von selbst erfolgt. Spüre mit der Hand auf dem Bauch die Bewegung der Bauchdecke. Beim Ausatmen wird sie ruckartig nach Innen gezogen, wenn sich die Bauchdecke wieder hebt erfolgt automatisch, reflektorisch, das Einatmen.
  • Wenn du nun Vertrauen in die Übung gefasst hast und dich sicher fühlst, kannst du eigentlich damit beginen
  • Atmen zuerst ganz entspannt und tief ein und beginne dann leicht und fein ruckartig auszuatmen und automatisch einzuatmen.
  • Achte darauf, dass sich dein Kopf und Oberkörper möglichst wenig bewegen. Nur deine Bauchdecke ist aktiv.
  • Beginne einmal mit 20 Atemzügen, später kannst du mehr machen, wenn dir die Übung gut tut. Am Ende atme tief ein und aus und spüre noch nach, wie sich dein Körper anfühlt.

Hier auf YouTube gibt’s einige Anleitungen dazu!

Viel Freude damit!


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