Altes Wissen. Neu entdeckt.


Als ich 2004 mit der Ayurveda-Ausbildung begonnen habe, schien vieles von dem bis zu 5.000 Jahre alten Wissen nicht mit unserem heutigen schulmedizinischen Weltverständnis zu vereinbaren. Von der Logik und Alltagstauglichkeit der ayurveidschen Beschreibungen von Welt und Menschen war ich begeistert und inspiriert und bin es noch heute. Umso mehr, als ich in den letzten Jahren immer wieder von Erkenntnissen der medizinischen Forschung lese und lerne, die genau diese alten Beobachtungen bestätigen! Da lach ich mir dann ins Fäuschen und freu mich, manches ist ja auch hier in unseren Breiten als Volkswissen erhalten geblieben 😉 Hier einige Beispiele:

  • dass Süßspeisen mit Zimt gemacht werden, hat in Österreich Tradition. Was wäre Omas Apfelstrudel ohne dieses scharf-herbe Gewürz aus dem Orient?! Im Ayurveda sagt man, dass scharf und herb Süßes ausgleicht, den Stoffwechsel ankurbelt und so auch schwere Süßspeisen leichter verdaulich werden. Moderne Studien bestätigen, dass Zimt eine positive Auswirkung auf den Zuckerstoffwechsel von Typ II DiabetikerInnen hat.
  • Kurkuma ist aus der indischen Küche nicht wegzudenken – hier bei uns ist es vor allem aus der Curry-Mischung bekannt (die es so in Indien nicht gibt ;-)). Ich erinnere mich noch an gut damit gewürzte Pute natur Hawai. Wann war das eigentlich in? Viel wird heute mit Kurkuma geforscht – Studien deuten darauf hin, dass das gelbe Wurzel-Pulver Krebs vorbeugend und untersützend bei dessen Behandlung, bzw. entzündungshemmend und verdauungsfördernd wirkt.

Was mich aber gerade abseits vom Kochen und Essen zur Gesund-Erhaltung besonders begeistert, ist Faszien-Training. In meiner Ayurveda-Ausbildung habe ich gelernt, dass Ganz-Körper-Behandlungen jenen, die nur gezielt in einem Bereich arbeiten, vorzuziehen sind. Die Ursache für eine Verspannung kann ganz woanders liegen, als der Schmerz anzeigt. Und ja, oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich durch die sanften, streichelnden Massagen mit warmem Öl, Ungleichgewichte verflüchtigt haben und länger anhaltendes Wohlbefinden aufkam. Wie oben so unten, wie links so rechts, steht in den alten Schriften. Und dementsprechend werden Massagetechniken angewendet. In besonderer Perfektion bei der Synchronmassage durch 2 TherapeutInnen. Das ist die Königsdisziplin!!!

Was sind Faszien?

Faszien sind unser feines Bindegewebe, Sehnen. Ein Netz, dass den ganzen Körper durchzieht, uns aufrecht und unsere Organe hält, eine wesentliche Rolle beim Transport der Lymphe und unserer Beweglichkeit und Schmerzempfindung spielt. Faszien scheinen der Grund dafür zu sein, warum Fußreflexzonen-Massage so wirkungsvoll ist. Immer neue Erkenntnisse gewinnen die Forschenden, wie wichtig diese lange vernachläßigte Gewebeschichten sind.

Ich mache die Fußmassage seit 3 Wochen jeden Tag frühmorgens für mich selbst. Zum Geburtstag hat mir mein Lebensgefährte ein kleines Folterinstrument geschenkt: einen Golfball. Auf den stell ich mit gleich nach dem Aufstehen und rolle mit mehr oder weniger Körpergewicht langsam mit der Fußsohle vom Zehenballen bis zur Ferse darüber. Dort wo’s weh tut, bleibe ich länger und bewege ganz leicht hin und her. Manchmal tut es sehr weh – z.B. im Reflexzonenbereich des Magens, wenn ich am Vorabend zu viel und Falsches gegessen habe. Nach dem Rollen mache ich meine morgendliche Yoga-Einheit – sehr gerne diese Übung aus dem Luna Yoga:

Mein Körper fühlt sich allein schon durch das Fußsohlen-Rollen über den Golfball leichter und gedehnter an – und auch der Planetengruß dehnt alle großen Faszien-Bahnen im Körper, wie ich in einem Kurs gelernt habe. Um ihn noch zu vertiefen, wippe ich im 3. Durchgang in jeder Position 10 Mal sanft nach.

Faszien-Training unterstützt uns beim Detoxen des Gewebes. Wer auf YouTube sucht, findet unzählige Videos für die Anwendung der diversen Hilfsmittel. Auch Yoga ist Faszien-Training. Und meine ayurvedischen Massagen wirken über das Fasziennetz. Obwohl es bei mir selten schmerzhaft wird 😉

www.smileveda.at

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